Ohne Kinder keine Rente
Shownotes
Hosts: Julia Löhr und Johannes Pennekamp
Redaktion und Produktion: Kati Schneider, Kathrin Jakob, Niklas Kleber, Andreas Krobok, Philipp Krohn und Witefield (Danke, Johannes und Luca)
1,35: So viele Kinder bringt eine Frau in Deutschland rechnerisch auf die Welt. Um die Bevölkerungszahl konstant zu halten, müsste eine Zwei vor dem Komma stehen. Ein Drittel der Elterngeneration fehlt. Das Umlagesystem, die wichtigste Stütze unseres Rentensystems, ist so schon lange nicht mehr zu finanzieren. Jetzt finden Reparaturmaßnahmen am offenen Herzen statt. Ein Kapitalstock soll aufgebaut, die sogenannte Rente mit 63 abgeschafft werden. Aber der Kern des Problems bleibt unbehandelt: Was muss passieren, damit Paare sich wieder für mehr Kinder entscheiden?
Julia Löhr und Johannes Pennekamp analysieren die Ursachen der Geburtenflaute, die sich nach der Pandemie in Deutschland, aber auch im Ausland, noch einmal verschärft hat. Im Fokus steht die Unsicherheit, die durch Inflation, Krieg in Europa und teure Mieten entstanden ist. Zur Sprache kommen aber auch andere Thesen. Social Media und fehlende reale Begegnungen sehen Forscher als zunehmendes Problem für die Geburtenrate. Ist da etwas dran? Und was bewirken finanzielle Anreize der Politik wie das Elterngeld? Der Gynäkologe und Reproduktionsmediziner Alexandar Andrejevic aus dem Frankfurter Women's Health Centre berichtet von Social Freezing und dem Phänomen, dass Frauen und Paare den Kinderwunsch immer weiter in die Zukunft verschieben – und ihn dann oft nicht mehr verwirklichen können.
Unsere Frage an Sie: Welche politischen Maßnahmen würden Sie vorschlagen, um die Kinderzahl zu erhöhen? Oder sagen Sie: Finger weg, das ist reine Privatsache? Schreiben Sie uns an podcast@faz.de.
So soll die große Rentenreform im Detail aussehen
Wie die Bauministerin für günstige Wohnungen sorgen will
Löhr & Pennekamp debattiert die wichtigste wirtschaftspolitische Frage der Woche hintergründig, faktenbasiert und pointiert. Die beiden Hosts, Julia Löhr und Johannes Pennekamp, liefern Einblicke hinter die Kulissen der Berliner Politik und ordnen das Thema in den größeren ökonomischen Zusammenhang ein. Das Versprechen jede Woche: Wer zuhört, kann mitreden und hat die besseren Argumente. Jeden Samstag eine neue Folge.
Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z.
Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot.
Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie HIER.
Transkript anzeigen
00:00:03: Wusstest du, dass Friedrich Merz neuerdings der Anwalt der Jungen ist Johannes?
00:00:07: Nie gehört.
00:00:08: Nein!
00:00:09: So ist er diese Woche aufgetreten beim Tag der Industrie.
00:00:13: da kam er geradezu beseelt aus dem Kanzleramt nachdem die Rentenkommission ihre Vorschläge übergeben hatte und hielt eine Rede wo er gesagt hat also dieses Buch Wohlstand für alle des früheren Bundeswirtschaftsministers Ludwig Erhard das müsse man jetzt umschreiben und ab sofort heiße es Wohlstand für die Jugend.
00:00:32: Da dachte ich dann nur so, gab es da nicht ein Rentenpaket im vergangenen Herbst?
00:00:37: Was eher den Wohlstand für die Alten erhöht hat.
00:00:39: aber gut besser spät als nie.
00:00:43: und damit herzlich willkommen bei Löhren Penneckamp dem neuen wirtschaftspolitischen Podcast der FAZ.
00:00:49: Ich bin Johannes Pennekamp Ressortleiter Verwirtschaftsberichterstattung in Frankfurt
00:00:53: Und ich bin Julia Löhr Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
00:00:56: Jede Woche Samstag analysieren wir hier das Thema der Woche.
00:01:00: Wir recherchieren, wer welche Absichten im Berliner Regierungsviertel verfolgt
00:01:05: und wir beleuchten was ökonomisch sinnvoll ist.
00:01:08: Und diese Woche widmen wir uns die Frage ohne Kinder keine Rente.
00:01:12: Wie kommt Deutschland aus dem Geburtenknick raus?
00:01:21: Was hast du so erlebt Johannes?
00:01:23: Ja also eine Ereignis steht an dass sagt mir bislang nichts.
00:01:27: meiner Frau fährt am Wochenende zu einer Babyshower.
00:01:30: Mach Berlin.
00:01:31: War ich auch noch nicht, was ist das?
00:01:34: Ja also da ist eine werdende Mutter, eine gute alte Freundin von ihr Hochschwanger und da kommen ganz viele Freunde in und da wird ein richtiges Event veranstaltet.
00:01:42: Also man muss Geschenke mitbringen für das werdende Kind die Mama kriegt eine Fotosession usw.
00:01:49: Und passend zu unserem heutigen Thema sieht man also da ganz anschaulich einen Kind zu bekommen.
00:01:56: es ist nicht mehr irgendwie so etwas.
00:01:59: Ja, das ist ein Event.
00:02:01: Das wird inszeniert und es zeigt auf wie viel Aufmerksamkeit Zeit und Geld einen Kind einfordert.
00:02:07: heutzutage auch schon vor der Geburt.
00:02:09: Es ist wie so eine kleine Hochzeit eigentlich noch mal vor der Geburte die da schon mal stattfindet.
00:02:13: Schätzt man was es kostet ein kind großzuziehen bis zum achtzehnten Lebensjahr in Deutschland?
00:02:19: Also auf jeden Fall mehr als hunderttausend Euro.
00:02:21: Wieviel genau weiß ich nicht.
00:02:22: Ja also zweitrausend euro im Schnitt Sagt das Statistische Bundesamt?
00:02:26: In Amerika, dreihunderttausend Dollar sind da die Berechnungen.
00:02:29: Also viel Spaß!
00:02:32: Die Rente war diese Woche das Großthema hier in Berlin.
00:02:35: Die Kommission hat ihre Vorschläge an die Bundesregierung übergeben insgesamt dreiunddreißig an der Zahl.
00:02:42: und ja das alles zielt darauf dass das System langfristig finanzierbar bleiben soll was es im Moment nicht ist.
00:02:50: Und wir wollen jetzt aber weniger darüber reden, was diese einzelnen Bestandteile jetzt bedeuten wie das mit dieser Schweden-Rente funktioniert.
00:02:58: Sondern wir wollen auf Ursachenforschung gehen nämlich warum haben wir überhaupt so ein Problem in dieser Rentenversicherung.
00:03:04: und da ist man dann ganz schnell beim Thema Kinder.
00:03:07: Deutschland bekommt einfach zu wenig Kinder.
00:03:10: Dazu muss man wissen, der zentrale Baustein im deutschen Rentensystem ist das Umlageverfahren.
00:03:15: Ein Rentenssystem wird anders als viele Leute denken nix angespart.
00:03:19: Es ist so dass die Beiträge der Beitragszahler von den Leuten arbeiten werden direkt ausgezahlt an den heutigen Rentner, pay as you go nennt man das in der Wirtschaftswissenschaft.
00:03:30: Und das funktioniert natürlich nur so lange gut, solange es viele Einzahler gibt und wenige Empfänger.
00:03:36: In den Sechziger-Siebzigerjahren war das noch gar kein Problem.
00:03:38: Man hatte da fast sechs Beitragszahler auf einen Rentner.
00:03:43: heute sind wir bei einem Verhältnis von etwa zwei Beitragszahlern zu einem Rentner.
00:03:48: Im vergangenen Jahr ist Deutschland das erste Mal seit längerer Zeit sichtbar wirklich geschrumpft.
00:03:53: Es sterben viel mehr Menschen als junge Menschen.
00:03:56: dazu kommen und die Geburtenziffer, dass es die Zahl, die sagt wie viele Kinder kriegt eine Frau eigentlich im Verlauf ihres Lebens?
00:04:03: Die ist auf eins Komma drei fünf Kinder je Frau gesunken.
00:04:07: wir bräuchten zwei Komma Eins damit die Bevölkerung stabil bleibt.
00:04:11: also der Abstand ist riesig.
00:04:13: es fehlt quasi ein Drittel der Gelder.
00:04:15: Eltern Generation in der nächsten Generation?
00:04:18: Wir analysieren gleich, inwieweit die Politik überhaupt Einfluss auf diese Kennziffer hat.
00:04:23: Auf die Geburtenrate sprechen mit einem Arzt, der Paare mit Kinderwunsch berät und dann arbeiten wir auch noch die vielen Zuschriften zum Thema künstliche Intelligenz aus der letzten Woche aus.
00:04:35: Und da kann ich nur schon vorweg schicken.
00:04:37: bei einer... Ja, hat es mir auch so ein bisschen den Schauer über den Rücken gejagt!
00:04:42: Aber jetzt legen wir erstmal mit dem Thema los.
00:04:44: Jetzt legen
00:04:44: wir mal die erste Tese mitgebracht.
00:04:47: Die erste Tiese ist in Deutschland, die Paare wünschen sich nach wie vor viele Kinder.
00:04:51: das ist überhaupt nicht das Problem.
00:04:53: es gibt eine ganz breit angelegte Umfrage die zeigt wenn man Paare und Frauen einfach fragt wie viele Kinder wollt ihr denn haben?
00:05:00: dann isst man bei zwei Kindern die als gut und ausreichend angesehen wird.
00:05:08: Aber die realisierte Zahl, wie eben gesagt ist bei eins, drei fünf.
00:05:11: Das heißt, die eigentliche Frage ist nicht warum wünschen sich die Deutschen nicht mehr so viele Kinder?
00:05:17: Sondern die eigentlichen Frage ist Warum realisieren die Deutschen ihre Kinderwünsche nicht mehr?
00:05:23: Ja und eigentlich hat die Politik ja schon ziemlich viel in den vergangenen Jahren ihr Jahrzehnten gemacht.
00:05:29: es gibt
00:05:30: das Kindergeld, Kinderfreibetrag Es gibt das Elterngeld verpflichtende Ansprüche auf den Kita-Platz, bald auch auf die Grundschulbetreuung.
00:05:40: Es gibt jede Menge andere Faderprogramme.
00:05:43: also eigentlich ist da ja durchaus politisch jetzt viel Rückendeckung dar aber trotzdem funktioniert es nicht.
00:05:50: warum nicht?
00:05:51: Du hast doch bestimmt einen toten oder lebenden Ökonom der dazu was zu sagen hat.
00:05:56: Ja Julia ich muss dich überraschen.
00:05:57: Ich habe diese Woche nicht mit einem Ökonomen gesprochen sondern mit einem Soziologen Und zwar mit Martin Bujar, der ist der Forschungsdirektor am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung.
00:06:08: Der seit vielen Jahren die Geburtenentwicklung in Deutschland verfolgt und er hat mir das historisch nochmal sehr schön hergeleitet und hat gesagt eigentlich seit den Sechziger-Siebzigerjahren geht es mit dem geburten Berg ab.
00:06:22: Sechziger Jahre Bildungsexpansion, die Emanzipation der Frau.
00:06:26: Die Pille hat sich durchgesetzt.
00:06:28: seitdem liegt Deutschland eigentlich bei dieser Geburtenziffer so bei eins Komma Fünf und das blieb dann über vier Jahrzehnte einfach so.
00:06:36: da war Deutschland das Schlusslicht in Europa Und da war eigentlich schon absehbar dass das mit diesem Rentensystem so nicht aufgehen kann.
00:06:45: die Rechnung
00:06:46: Aber dann kam ja durchaus auch eine kleine Trendwende.
00:06:49: also Wir erinnern uns an die Zeit nach zweitausend.
00:06:52: Da war Renate Schmidt von der SPD-Familienministerin und hat vor allem dafür gesorgt, dass die Strukturen gerade für Kinderbetreuung besser werden – das war quasi ihr Fokus!
00:07:04: Dann kam Ursula von der Leyen von der CDU, hat das Elterngeld eingeführt und tatsächlich sind die Zahlen ja dann einige Jahre gestiegen.
00:07:12: also vielleicht doch... Ein Erfolg der Politik oder Einfluss der Politik?
00:07:16: Ja, die Ziffer ging hoch.
00:07:17: In Zahlen gerechnet waren das hunderttausend Kinder pro Jahr mehr.
00:07:21: Es lag natürlich zum Teil auch an der Migration.
00:07:23: Migrantische Familien haben zumindest in der ersten Generation erst mal mehr Kinder aber nicht nur.
00:07:28: also man kann auch sagen Die Gesamtheit dieser ganzen Maßnahmen hat zu einem Anstieg geführt.
00:07:32: Aber dann Julia Dann kam Corona und seit zwei tausend zwanzig geht es eigentlich steiler bergab denn je Und das hat diverse Gründe Und zwar, also solche Aufzählen.
00:07:47: Erst mal vielleicht nochmal die Zwischenfrage ist das nicht eine Ausrede?
00:07:50: Also jetzt mit Corona und die ganzen Kriege und Krisen auf der Welt zu kommen.
00:07:55: Als meine Eltern sich entschieden haben mich zu bekommen da war gerade Ölpreiskrise und die Atommächte standen sich im kalten Krieg gegenüber.
00:08:03: Das war ja auch keine kuschelige Zeit um Kinder zu bekommen.
00:08:06: Irgendwie finde ich dieses Zurückziehen auf, es ist alles so schwierig weiß ich nicht, überzeugt mich nicht.
00:08:14: Ja also was für diese These spricht ist dass dieser Geburtenrückgang nicht nur in Deutschland zu beobachten ist.
00:08:19: der ist international eigentlich in jedem Land zu beabachten in Europa auch ganz besonders aber auch in Asien auch in ärmeren Ländern.
00:08:27: und wir hatten natürlich in den Zehnerjahren das war ja auch gerade in Deutschland ein goldenes Jahrzehnt.
00:08:31: die Wirtschaft wuchs der Staat hat Überschüsse gemacht man konnte sich etwas erlauben so und dann kam die Pandemie.
00:08:38: danach kam erstmal Inflation, alles ist teurer geworden.
00:08:42: Energie ist teuerer geworden vor allem das Wohnen ist teurere geworden und es hat wirklich eine Verunsicherung bei den Menschen eingesetzt auch messbar eine Verunsicherung.
00:08:51: Und natürlich der Krieg in Europa ist auch nochmal eine neue Dimension.
00:08:54: ich war neulich mal abends mit dem Freund essen der gerade vor der Frage steht will ich eigentlich jetzt Kinder oder nicht?
00:09:00: Und da war auch die frage will ich in diese Weltkindergebären?
00:09:03: ganz zentral
00:09:05: Also weil du das Thema wohnen ja gerade ansprachst da würde ich jetzt die zweite tese anschließen.
00:09:11: oder hast du zu unserem ersten block noch etwas.
00:09:14: Ja, ich würde vielleicht noch ganz kurz anfügen es gibt noch zwei drei andere alternative erklärung die auch eine rolle spielen.
00:09:21: das einer dass ist ne neue tese social media.
00:09:25: Es gibt auch Forschungspapiere aus Amerika, die jetzt sagen da wo sich das iPhone durchgesetzt hat sehr schnell.
00:09:31: Das kann man in Amerika wegen der Netzabdeckungen und Verfügbarkeit von iPhones ganz gut nachvollziehen.
00:09:35: an welchen Distrikten es das iPhone wann gab.
00:09:38: Da ist die Geburtenrate schnell zurückgegangen
00:09:42: Weil die Leute nur noch vom Handy hängen
00:09:46: Genau.
00:09:46: Die Erklärung ist, die Leute
00:09:47: haben
00:09:48: statt realer Kontakte eben über das iPhone kommuniziert, haben sich einfach viel seltener gesehen und es gab weniger Gelegenheiten zum Kennenlernen und sich fortzuflanzen.
00:09:57: Und die These ist noch umstritten aber sagt natürlich auch nichts Gutes für die Zukunft aus wenn man jetzt mal die Screentime von jungen Menschen heute sich anschaut.
00:10:07: Ja auf jeden Fall sehr interessant!
00:10:09: Weil jetzt von der Größenordnung, ich glaube dieses Wohnthema ist tatsächlich das Großthema und dein Thema.
00:10:17: Genau!
00:10:17: Das Wohntheme ist mein Thema.
00:10:19: darüber berichte ich hier in Berlin schon seit vielen Jahren und eigentlich komme ich mir vor wie so ein Leierkasten weil ich schreibe seit inzwischen acht neun Jahren immer dieselben Geschichten.
00:10:29: Es fehlen Wohnungen v.a.
00:10:30: mit den Ballungszentren.
00:10:31: die Menschen ziehen arbeiten die Ballungs Zentren und da sind natürlich dann auch viele Fälle dabei wo dann Paare noch in einer Einzimmer- oder Zweizimmerwohnung wohnen, gerne eine Familie gründen würden.
00:10:42: Aber keine Dreizehmerwohnungen finden weil alles quasi wie fest gefroren ist.
00:10:46: oder die Paare, die ein Kind haben und sich irgendwie so gerade auf ihren Sechzig Quadratmetern eingerichtet haben.
00:10:55: Wir reden hier über schlechte Geburtenzilfern, schrumpfende Bevölkerung aber jedes Jahr sollen hunderttausende neue Wohnungen dazukommen?
00:11:04: Wie geht das auf?
00:11:06: Naja, du hast das Zauberwort in Berlin verwendet.
00:11:10: Es sollen!
00:11:11: Also es gibt ja seit Jahren das Ziel, dass hunderttausende, vierhunderttaussend hatte die Ampel mal gesagt.
00:11:17: Die große Koalition jetzt hat sich da lieber keine feste Zielmarke gesetzt.
00:11:22: So auf jeden Fall sollen in großer Zahl Wohnungen gebaut werden aber es geschieht halt nicht.
00:11:26: Die Zahlen sind seit jahren rückläufig.
00:11:28: wir sind jetzt in diesem Jahr wahrscheinlich so ungefähr bei zweihundert tausend vielleicht sogar etwas weniger.
00:11:35: Und selbst das relativ konservativ rechnende Bau-Institut des Bundes hat gesagt, dass es eigentlich mindestens dreihundertzwanzigtausend Wohnungen im Jahr sein müssten.
00:11:45: Also davon sind wir gerade noch weiter entfernt.
00:11:48: und ja ist eben nicht so wie viele Forscher Ende der neunziger Jahre gedacht haben als dann auf diesen einschlägigen Veranstaltungen immer hieß Deutschland ist zu Ende gebaut Wir brauchen nichts mehr, alle Bevölkerungsprognosen sagen das geht runter und ja wir haben genügend Wohnraum.
00:12:06: Das ist halt nicht mehr so.
00:12:07: die Bevölkerung ist dann tatsächlich zwar eine Zeit lang runtergegangen aber durch die Zuwanderung in den Jahren nach zehntausendzehn auch wieder deutlich gestiegen.
00:12:16: und hinzu kommt eben dieser Trend hin in die Städte in die Ballungszentren da wo die gut bezahlten Jobs sind.
00:12:23: vielen Jahren, die du darüber berichtest.
00:12:24: Wenn du jetzt sagen müsstest einhebeln was muss man denn machen damit dieses Problem endlich mal entschärft wird?
00:12:31: Es klingt leicht es schwer umzusetzen aber Pragmatismus also.
00:12:35: wir sind einfach Wir sind viel viel viel zu kompliziert geworden Was das bauen angeht.
00:12:42: schätzt Mal was einen Quadratmeter Wohnfläche was das kostet denen in einer deutschen Großstadt zu bauen.
00:12:51: Sechs tausend
00:12:54: siebentausend Euro deutlich über der Marke.
00:12:57: Es ist tatsächlich etwas günstiger, es sind ungefähr viertausend sechshundert Euro, da ist aber das Grundstück noch nicht dabei also das Bauland noch nicht bei und dieser Preis hat sich.
00:13:08: innerhalb der vergangenen Jahre hat er sich tatsächlich verdoppelt.
00:13:11: Also das ist einfach ein enormer Kostenaufwuchs.
00:13:15: vieles ist durch den Staat selbst quasi ausgelöst.
00:13:19: Also wir haben immer strengere Regeln, was die Energieeffizienz angeht.
00:13:22: neue Häuser sind wie Thermos kann also da darf nichts entweichen das gibt überall Lüftungsanlagen haustechnik dass es super kompliziert geworden aber natürlich auch ukrainekrieg.
00:13:34: die materiale kosten sind gestiegen gibt's auch viele faktoren die die kosten sonst noch in die höhe getrieben haben.
00:13:40: aber das führt eben dazu dass dann diejenigen die noch wohnungen bauen Also wir müssen mindestens achtzehn eher zwanzig Euro Kaltmiete verlangen, damit sich das irgendwie zumindest ein bisschen rechnet.
00:13:52: Clara Geiverts die frühere Bundesbauministerin zur Ampelzeit und die hatte mal gesagt Wir bauen halt auf jeder Baustelle in Mercedes Und ich glaube dieses Bild trifft es ganz gut.
00:14:00: sie hat dann auch Beispiele genannt also zum Beispiel so Dien-Normen Die dann genau vorgeben wie viele Steckdosen verbaut werden müssen der Schallschutz auch auf Balkone.
00:14:11: Also wir leisten uns halt in Deutschland einfach viele Dinge, wo man vielleicht nicht dann betrachtet auch etwas sagen könnte.
00:14:16: Das kann weg und das geht auch einfacher und es geht auch günstiger.
00:14:20: Aber wir müssen noch über einen anderen wichtigen Punkt reden – über das Elterngeld!
00:14:27: Ein politisch sehr heikles Thema.
00:14:31: Ich tummel mich ja ab und zu mal in deiner Ökonomenbubble und da gibt's ja Clemens Fust vom Münchner IFO-Institut der Für viel Aufsehen gesorgt hat mit seiner Äußerung, dass Elterngeld ist nice to have.
00:14:43: Aber das kann eigentlich weg als es drum ging wie man im Haushalt vielleicht noch etwas Spielraum für Entlastungen zum Beispiel bei den Steuern schaffen könnte und er hat glaube ich noch nie so viele böse E-Mails bekommen wie auf dieser Aussage hin.
00:14:57: Von daher wiederhole ich die jetzt lieber nicht.
00:14:59: aber ich finde er hat da natürlich schon einen Punkt.
00:15:02: also als das Elterengeld in dem Jahr war damit ja tatsächlich die Absicht verbunden, Jahrfamilien zu unterstützen.
00:15:09: Klar!
00:15:09: Aber eben auch das mehr Frauen, mehr Paare zu ermuntern Kinder zu bekommen und gemessen daran dass seitdem mehr als hundert Milliarden Euro in diese Leistungen geflossen sind allein jetzt in diesem Jahr sind es über sieben Milliarden wieder kann man schon hinter fragen ob das wirklich gelungen ist?
00:15:26: Und der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hatte das mal gemacht für im vergangenen Jahr in so einem Kurz-, in einer Kurzanalyse Und hat gesagt, also eigentlich ja am Anfang hat das was gebracht.
00:15:37: Die Geburtenrate hatten wir schon besprochen ist mal kurzzeitig gestiegen aber dann eben auch wieder gefallen und letztlich verfestigt dass Elterngeld heute eher die Strukturen.
00:15:48: die Frau setzt ein Jahr aus die Väter beteiligen sich ein bisschen aber vielleicht auch nicht so viel.
00:15:53: und ja und es kostet halt verdammt viel Geld.
00:15:56: und aus meiner Sicht wäre dieses Geld besser investiert, wenn man es in die Kitas stecken würde.
00:16:01: In bessere Bildung, bessere Schulen also quasi in die Kinder investiert und nicht einfach an alle Paare, die
00:16:10: Kinder machen.
00:16:13: Ausnahmsweise ja das sehe ich ein bisschen anders und zwar wissenschaftlich.
00:16:18: der Blick auf das Elterngeld ist immer die Frage wo man hinguckt, wenn mal nur auf die Gruppe der Akademikerinnen Schaut, das war damals als es eingeführt wurde auch ein zentrales Anliegen dass auch die Akademikerinnen mehr Kinder bekommen sollen.
00:16:30: Da war's vor der Reform so dass ungefähr dreißig Prozent der Akademikerin kein Kind bekommen haben.
00:16:35: dann nach der Reform waren das fünfundzwanzig Prozent.
00:16:38: Das klingt jetzt wenig das ist aber in so demografischen Dimensionen gar nicht so wenig.
00:16:43: also da würde ich sagen da sieht man zumindest schon mal einen Kleinerfolg.
00:16:48: Du würdest es so lassen, wie es heute ist?
00:16:49: Nein das würde ich nicht.
00:16:51: da komme ich gleich zu.
00:16:52: Ich würde nur sagen dass Elterngeld hat auch noch eine andere Funktion.
00:16:55: Das ist ein auch ein Signal an die Paare An die Männer sich auch stärker in der Kindererziehung In der Kinderbetreuung einzubringen gleicher zu verteilen in den Partnerschaften.
00:17:09: Das ist ein Anreiz in diese Richtung, das kann man jetzt sagen es ist Ideologie, das ist aber nicht nur Ideologie und da geht's auch um wirtschaftliche Anreize.
00:17:16: Man will verhindern dass Frauen lange aus dem Berufsleben aussteigen und das kann dann auch sehen.
00:17:21: wenn sie das einmal getan haben kommen Sie halt nie wieder auf diesen Gehaltsfahrt zurück den sie mal hatten.
00:17:26: Da gibt sehr viel Geld und Potenzial auch volkswirtschaftlich verloren.
00:17:30: Aber du sprichst das eigentlich würdest auch reformieren.
00:17:33: Es gibt da auch zum Beispiel von von Nicolas Fuchs Schündeln aus Berlin.
00:17:37: Die Forscherin, die jetzt irgendwie jede Folge bei uns schon vorkommt in Vorschlag... die Väter Monate zu verlängern.
00:17:44: Also du kriegst die volle Leistung des Elterngeldes wirklich nur, wenn beide Elternteile auch zum Beispiel sechs Monate in Elternzeit gehen das auch getrennt voneinander.
00:17:53: also es geht nicht darum dass sie zusammen Urlaub machen sollen mit dem Kind.
00:17:56: Es zeigt die Empirie, wenn der Vater auch mal allein ein paar Wochen, ein paar Monate auf das Kind aufpasst lernt dafür verantwortlich zu sein dann setzt sich das auch langfristig fort.
00:18:07: aber ja ich glaube Ob die finanziellen Anreize da jetzt der Treiber sind, dass die Menschen mehr Kinder bekommen?
00:18:14: Ich bin das skeptisch.
00:18:15: Ja,
00:18:16: das weiß man leider auch aus den anderen Ländern.
00:18:18: Das finanzielle Anreiz alleine zumindest meist verpuffen oder höchstens dazu führen, dass sie Familien halt früher dann Kinder kriegen und die Leistung nehmen aber dann nicht dauerhaft mehr Kinder bekommt.
00:18:30: Und in manchen Ländern muss man sagen herrscht pure Verzweiflung.
00:18:33: Julia weißt du in Korea was da gemacht wird?
00:18:37: Nee also ich weiß dass sie die Niedrigste Geburtenrate weltweit haben, aber nicht was.
00:18:41: Ja, null
00:18:42: Komma sieben.
00:18:43: Das ist wirklich ganz am unteren Ende und die Regierung scheint sehr verzweifelt zu sein.
00:18:48: also das Familienministerium hat schon mal angeordnet dass abends früh einfach das Licht ausgeschaltet wird in den Büros damit die Mitarbeiter auch alle nach Hause gehen um sich fröhlich zu vermehren und Sex zu haben.
00:18:59: Aber auch das scheint verpufft zu sein.
00:19:01: jetzt Die neue Regierung will ein vier einen halb Tag die Vier eineinhalb Tage Woche einführen mit dem selben Ziel.
00:19:09: Wenn dann alle zu Hause vor ihren Handys sitzen, hilft das aber auch nicht.
00:19:12: Richtig!
00:19:13: Zu viel Samsung.
00:19:15: Kommen wir jetzt doch dazu und fragen mal jemanden der ganz hautnah wirklich mit Paaren und mit Frauen täglich zu tun hat die sich mit dem Kinderwunsch umher tragen?
00:19:26: Und zwar haben wir heute als Gast den Alexander Andreeowicz, der ist Facharzt für Gynäkologie und mit dem Schwerpunkt Reproduktionsmedizin im Frankfurter Women Health Center.
00:19:38: Ich habe ihn kurz vor der Sendung interviewt.
00:19:41: Ich kenne ihn auch privat, ich dutz ihn deshalb nicht wundern und schauen wir doch mal was er zu berichten hat.
00:19:50: Ja hallo Alex!
00:19:51: Willkommen bei Lörn Pennecamp.
00:19:53: Hallo Johannes vielen Dank dass du mir die Möglichkeit gegeben hast hier ein bisschen mit dir mich auszuklauschen.
00:20:00: In Deutschland ist ja der Geäußerte Kinderwunsch viel größer als der am Ende realisierte Kinderwunscht, aus deiner täglichen Praxiserfahrung heraus.
00:20:10: Was ist denn da der zentrale Grund?
00:20:13: Naja es gibt natürlich immer so ein bisschen bei so einer individuellen Sache wie dem Kinderwunch auch viele individuelle Gründe und die auch für verliegende Menschen verschiedene Stellenwerte haben sozusagen.
00:20:26: Aber was man als roten Faden ein bisschen heraussehen kann, ist einfach dass der Faktor Timing entscheidend ist bei vielen Menschen und das da auch so eine gewisse Diskrepanz zwischen der Erwartungshaltung also was ist der richtige Zeitpunkt?
00:20:42: Und der Realisierung des Kinderwunschers dann auch existiert.
00:20:48: Das heißt die Frauen wollen den Kinderwunscht dann womöglich noch ein bisschen aufschieben und dann am Ende wird es nichts mehr.
00:20:54: Genau so ist es.
00:20:55: Also, dass im Endeffekt das Hauptproblem mit dem sich viele Paare konfrontiert sehen.
00:21:01: Man denkt man könnte sich in perfekten Zeitpunkt dann entsprechend kurz und komplikationslos diesen Wunsch erfüllen.
00:21:09: aber wenn der zeitliche Faktor beziehungsweise das Alter oder das biologische Alter dann entsprechend mitteinschlägt, kann das doch zu ziemlichen Komplikationen führen.
00:21:21: Ja, und ist das bei einer Gruppe von Paaren und Frauen besonders ausgeprägt?
00:21:26: Zum Beispiel bei denen die besonders gut ausgebildet sind und Karriere machen.
00:21:31: Absolut!
00:21:32: Also da sieht man auch ganz eindeutig, dass hochausgebildete professionelle Frauen, die auch ein besonderes Augenberg auf Karrieren gelebt haben sich oft in so einer Situation wiederfinden, viel mehr auf diese ganzen Punkte wie Betreuungssituation, wirtschaftliche Lage usw.
00:21:55: und sofort ein Augenmerk gelegt wird.
00:21:58: Und das sieht man schon ganz eindeutig, dass da diese demografische Gruppe sehr vertreten ist.
00:22:04: Man liest in diesem Zusammenhang auch immer viel über das Thema Social Freezing also des Einfrieren von Eizellen.
00:22:10: steigt die Nachfrage bei euch dann nach wie vor an?
00:22:13: Absolut und das ist auch eine sehr gute Sache.
00:22:16: Also ich persönlich, mit meiner Zeit im Kinderwundzentrum mich oft genug mit der Thematik, ach hätte ich doch auseinandergesetzt und es ist auch in täglichen Leben in der Praxis aktuell auch der Fall die Awareness für den Social Freezing wächst.
00:22:33: wir tragen unseren Teil als Praxis dazu bei.
00:22:36: also ich bin auch aktiv mit größeren Banken im Frankfurter Umland im Austausch Bezüglich des Weckens, des Interesses für diese Art von Absichterung und man sieht schon auf jeden Fall das steigt.
00:22:49: Aber es ist auf jeden fall noch deutlich Raum nach oben.
00:22:51: also wir sind in Deutschland immer noch eins der Länder dass vergleichsweise sehr niedriges Wortschrift Reasingquoten hat.
00:22:58: Also kann da auf jedenfall noch viel mehr gehen.
00:23:03: Ja, wie ist das insgesamt mit dem finanzieren solcher Kinderwunschbehandlung?
00:23:07: Die Krankenkassen bezahlen ja soweit ich weiß nur einen Teil.
00:23:10: Gibt es da also auch eine große finanzielle Hürde?
00:23:14: Also das absolut und das darf man in keinster Weise vernachlässigen, dass von der gesetzlichen Krankenversicherung im Grunde genommen nur fünfzig Prozent der Kosten gefragt werden.
00:23:25: Es gibt bei einzelnen Krankenkasten auch Sonderregelungen die quasi als Zusatzleistung für die Patienten beworben werden wo auch die Kostenübernahme etwas erhöht wird.
00:23:33: Das sind aber nur einzelne Kassen nicht die breite Masse.
00:23:36: Und Dinge wie zum Beispiel das Social Freezing oder zum Beispiel bei gleichgesprächlichen Paaren die Kinderwunschbehandlung wird per se nur als Selbstzahlerleistung angeboten, was natürlich dann auch diese Behandlungsmethodiken bzw.
00:23:51: die Menschen, der sagen wir mal nicht klassischen Familienstrukturen angehören, einen gewissen Nachteil bietet und was natürlich extrem schade
00:24:01: ist.".
00:24:02: Bei fünfzig Prozent Selbstzahlung ganz grob über welche Summen sprechen wir da etwa?
00:24:07: Also es sind mehrere Tausend Euro pro Behandlungszyklus, mit denen man rechnen kann.
00:24:11: Es ist natürlich immer so dass die Kosten sich auch etwas danach gespalten was für Leistungen tatsächlich erfolgen.
00:24:18: aber da ist man schon in den mehreren tausenden Euro, die man selber dann mitbeizubeisstellen müssen.
00:24:24: Wenn du jetzt eine Sache ändern könntest in Deutschland damit Frauen und Paare sich wieder entscheiden mehr Kinder zu bekommen Welche eine Sache wäre das?
00:24:33: Also vom rein medizinischen Aspekt her denke ich, dass man ganz am Anfang ansetzen müsste.
00:24:40: Man erinnert sich vielleicht selbst an den Sexualkundeunterricht in der Schule das dort zum Beispiel die Verhütung an erster Stelle steht und eigentlich gar nicht so wirklich über ob über den Faktor unerfüllter Kindergrund besprochen wird, beziehungsweise über die Endlichkeit des reproduktiven Fensters.
00:25:00: Also ich denke ganz auf das Ganze auf die absolut niedrigste Ebene bringt und schon von Kindesbeinen an eine gesunde und ganzheitliche Aufklärung über die eigene Fortverlandsungsfähigkeit anbringt wäre glaube ich im Kontext ein sehr, sehr guter und einfach umzusetzen der Erstabschritt.
00:25:22: Vielen Dank Alex für das Gespräch!
00:25:25: Sehr gerne, danke dir!
00:25:29: Ja Julia was nimmst du mit aus dem Gespräch?
00:25:32: Letztlich nehme ich mit dass der Einfluss der Politik begrenzt ist und es eine sehr private Entscheidung ist und bleibt ob Paare Kinder bekommen und wann sie Kinder bekommen.
00:25:42: Und dass eigentlich der Hauptjob der Politik ist für gute Rahmenbedingungen zu sagen wie bei so vielen... Ja generell eine gute Infrastruktur, dass Paare das Gefühl haben.
00:25:53: Das funktioniert wenn wir uns dafür entscheiden und sich dann vielleicht auch ein bisschen früher dafür entscheiden.
00:25:57: Und was ist dein Fazit?
00:26:00: Ich würde auch nochmal die Rush Hour des Lebens betonen!
00:26:04: Bei Menschen ist das Alter in den Dreißigern.
00:26:06: Da passiert alles auf einmal im Leben und da sind es auch Kleinigkeiten, die einen Unterschied machen können.
00:26:11: Ich gebe nun mal bei dieser Hitze das Beispiel du kriegst jeden Tag eine Mail der Schuhe oder des Kindergartens.
00:26:18: heute schließen wir um zwölf, heute schliessen wir um eins weil es einfach nicht mehr zu verantworten ist in diesen räumen Kinder zu unterrichten oder zu betreuen.
00:26:25: Da braucht es eine Klimaanlage und solche Dinge sind einfache Dinge aber die verändern das Leben von Paaren und Eltern ganz massiv.
00:26:35: Und erleichtern es auch am Ende, dann Kinder in die Welt zu setzen?
00:26:43: Ja wie jede Woche haben wir auch eine Frage an Sie liebe Zuhörer!
00:26:47: Was würden sie machen damit die Kinderzahl in Deutschland wieder steigt?
00:26:51: Haben Sie den Gamechanger, den die Politik noch nicht hat?
00:26:54: oder sagen Sie das ist Privatsache und die Politik sollte sich da einfach raushalten?
00:26:59: Schreiben Sie uns an podcastetfaz.de Oder... Es gibt auch die Möglichkeit uns per Handy zu erreichen, die Nummer finden Sie dann in den Show Notes.
00:27:10: Und jetzt arbeiten wir noch auf was die vergangene Woche zur KI alles zu uns ins Postfach gekommen ist.
00:27:16: da hast du dich durchgefresset
00:27:18: Ja, richtig.
00:27:19: Wir hatten ja gefragt was war der letzte Prompt den Sie selbst eingegeben haben und wo sind bei Ihnen die Grenzen für die Nutzung?
00:27:25: Da haben wir interessante Zuschriften gekriegt.
00:27:28: Jo Briegel schrieb zum Beispiel dass er die Metakai nach der Entropic-Kaai gefragt hat Und was dann passiert.
00:27:34: es war wirklich ein bisschen spooky.
00:27:37: Die Metakaai hat dann angefangen ihn auszufragen wie denn dieser andere Kai so ist und wie er die genutzt hat Wie sie im Vergleich zu sich selbst war und er hat dann selber geschrieben, da habe ich irgendwie Paraneuer bekommen.
00:27:53: Also es gibt auch richtig besorgniserregende Begegnungen mit der KI.
00:27:58: Andere haben uns oft geschrieben, dass sie in der praktischen Benutzung doch erkennen, dass die KI noch Grenzen hat.
00:28:03: Dass sie dann am Ende gar nicht ihnen so viel gebracht hat wie Sie sich erhofft haben.
00:28:07: und sehr interessant war.
00:28:08: noch eine Zuschrift von Martin Ost aus Berlin.
00:28:11: Er sagt, er war thirty-fünf Jahre lang Fahrer im fränkischen Land.
00:28:15: Er musste jeden Sonntag, jeden Samstag auch eine Predigt halten und die Zuhörer haben wirklich sehr genau geguckt, dass das jedes Mal neu war und Doppelungen konnte er sich halt nicht wiederholen.
00:28:25: Das müsste persönlich sein, das musste originell sein und er bilanziert.
00:28:31: Das kann die KI nicht.
00:28:34: da hat er wohl recht vielleicht noch
00:28:36: nicht.
00:28:37: ja Julia wir kommen zu unserer nächsten beliebten Rubrik hier und zwar das vergesse Thema.
00:28:43: was ist diese Woche dein vergessenes thema?
00:28:46: Es ist ein Thema über dass ich mir in den vergangenen Jahren die Fingerwund geschrieben habe und was jetzt so ein bisschen unterferner liefen läuft als Heizungsgesetz oder Gebäudemodernisierungsgesetz, wie es jetzt heißt.
00:28:58: Die Koalition aus Union und SPD hat sicher auf die Fahnen geschrieben, die Regelungen aus der Ampelzeit abzuschaffen.
00:29:06: Das Gesetz dazu gibt das wird gerade im Bundestag beraten.
00:29:10: Und da gab's eine ziemlich vernichtende Kritik des Normenkontrollrats zu diesem Gesetzentwurf, der gesagt hat also sei ihm selten ein so schlechter Gesetzentwurf vorgelegt worden, also dass die Ministerien da aus seiner sich nicht gut gearbeitet haben.
00:29:30: Und interessant ist auch das es im Moment in der Innerhalb der CDU eine Debatte über dieses Gesetz gibt.
00:29:37: Es gibt ja eine Klimaunion und die hat gesagt, hat ein Gutachten vorgelegt, wonach dieses Gesetz mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verfassungswidrig sei.
00:29:49: Jetzt hat quasi die Unionsfraktion wiederum ein anderes Gutachten vorgelegt, in dem steht ne das passt schon alles.
00:29:56: Das können wir schon so machen.
00:29:57: also wie dieses Heizungsgesetz jetzt so zum Spielball der Juristen wird und wahrscheinlich die meisten Haus-Eigentümer überhaupt nicht mehr durchblicken was da jetzt drinsteht und wie dass mit dieser Biotreppe laufen soll.
00:30:10: Also das ist schon interessant.
00:30:11: müssten wir eigentlich viel mehr schreiben wenn nicht die Rente und Steuern und andere Themen so im Vordergrund stünden?
00:30:18: Das werden wir hier noch aufarbeiten.
00:30:20: Ich blicke jetzt nochmal kurz nach vorne, auf die nächste Woche und Sie sollten glaube ich bis Dienstag auf jeden Fall nochmal tanken gehen weil danach am dreißigsten Juni läuft der Tankrabatt aus.
00:30:32: sie erinnern sich die Steuererleichterung.
00:30:35: Wir sind ja eigentlich gegen Subventionen, aber in diesem Fall
00:30:39: ist das mit unserer ordnungspolitischen Linie vereinbar?
00:30:42: Nein.
00:30:43: Wir sind jetzt mal ganz kurz ein Service-Podcast für einen Moment also bis Dienstag nochmal tanken gehen und dann aufgetankt zu schauen was der Koalitionsausschuss noch zutage bringt.
00:30:52: da geht es um die großen Themen um Steuer-, um Haushalt-, um Rente... Das ist wirtschaftspolitisch das wichtigste Thema in der kommenden Woche Und das war die dritte Folge Lörr und PenneCamp.
00:31:06: Vielen herzlichen Dank für das Zuschauen, und für das Zuhören!
00:31:10: Folgen Sie uns auf Spotify aus Apple, lassen Sie uns Kommentare da, schreiben sie an podcastatfaz.de.
00:31:18: Wir werden wie immer alles beantworten und freuen uns wenn Sie nächste Woche wieder einschalten.
Neuer Kommentar